09.03.2026
1958, zwei Jahre nach Dialogues des Carmélites, komponierte Poulenc La Voix humaine, einen Einakter für eine einzige weibliche Figur, die allein in den Wirren einer zerbrochenen Beziehung steht. Thierry Escaich, ein facettenreicher und talentierter Komponist mit reichem orchestralem, von sakralen Anklängen geprägtem Stil, stellte sich der Herausforderung, ein Stück zu komponieren, das Poulencs Werk widerspiegelt. Die Herausforderung bestand darin, sich die Fortsetzung von Poulencs Monolog in einem erneuerten Dialog zwischen Ihr und Ihm vorzustellen. Angesichts der Worte Cocteaus bieten die Worte von Olivier Py, Mann des Theaters mit modernem Vokabular, eine ebenso menschliche wie humanistische Vision des Dialogs des Paares.
Das Quartett aus Patricia Petibon, Cyrille Dubois, Jean-Sébastien Bou und Olivier Py brachte diese Show im März 2021 vor einem leeren Theater zur Uraufführung, zu einer Zeit, als Covid weltweit wütete. Seitdem hat Patricia Petibon zahlreiche Aufführungen von Poulencs Meisterwerk gegeben, insbesondere in der gefeierten Inszenierung von Katie Mitchell an der Opéra du Rhin in Straßburg im Jahr 2023 unter der Leitung von Ariane Matiakh. Mit Letzterer kehrt sie nun erneut an das TCE zurück und präsentiert dem Publikum ein Erlebnis, das als Explosion mit ebenso viel theatralischer wie musikalischer Kraft beschrieben wurde.
Der Trailer zur Aufnahme von 2021 bietet einen Einblick in diese Werke von purer psychologischer Intensität.
Koproduktion Théâtre des Champs-Élysées | Opéra de Dijon | Opéra National de Bordeaux | Opéra National de Saint-Étienne / In Zusammenarbeit mit france.tv
9. | 11. | 13. | 15. | 17. März 2026
Paris | Théâtre des Champs Elysées
Poulenc La Voix humaine & Escaich Point d'orgue